Über mich

Als Kultursoziologin begann ich meine Promotion ausgehend von Besucherstudien an vier deutschen Museen. Die Produktion erlebnisorientierter Museumsangebote mit zeitgenössischen Ausstellungstechniken zu unterstützen, liegt mir sehr am Herzen: Ich möchte daran mitarbeiten, den vermeintlichen Gegensatz von Unterhaltung und Bildung in eine Synergie zugunsten der Gäste zu verwandeln. 

Studium | Promotion

bis 2012

Promotion am Institut für Soziologie der Universität  Duisburg-Essen
Geschichtsbilder einer Ausstellung
Zum Erleben von Geschichte und historischer Zeit im Museum. Eine vergleichende Besucherforschung

bis 2004: 

Diplomstudium Soziologie an der Universität Bielefeld
Kunst und Wirtschaftsorganisation:
Fallstudie über Kunstförderung der Volkswagen art foundation

 (Abschluss mit Auszeichnung)

bis 1996: Magisterstudium Hauptfach Philosophie mit Soziologie und Geschichte im Nebenfach an der Universität Bielefeld

Museen sind wie andere Kulturangebote auch in motion. Sie werden nicht nur mobil, rücken dem Publikum näher, sondern verändern auch ihre bevorzugten Präsentationsformate, um ein größeres Spektrum an Wissen, Themen und Medien aufzugreifen. Professionell interessiert mich, "zu beobachten, wie andere sehen"; das schließt die Wahrnehmung dieses Wandels ein.

Beruflicher Werdegang

seit 2011

Freiberufliche Auftragnehmerin

2015

Projektleiterin bei der Cobus Marktforschung GmbH

2014Wissenschaftliche Mitarbeiterin für wissenschaftliche Forschung, Evaluation, Kommunikation und Publikation bei der SYNK Group GmbH & Co KG
2013 - 2014

wissenschaftliche Angestellte in Teilzeit
Symbios Funding & Consulting GmbH

2012 - 2013

Mitarbeiterin in Teilzeit
Paymorrow GmbH
Potentialanalyse, Marktforschung und Zielkunden-Recherche im Online-Marktsegment

2010 - 2011Volontärin am Zentrum für Evaluation und Besucherforschung (ZEB) des Badischen Landesmuseums Karlsruhe
2009 - 2010Wissenschaftliche Mitarbeiterin. Assistenz der Geschäftsführung des Instituts für Soziologie der Universität Duisburg-Essen (Lehre zum Thema "Organisation und Publikum: das Beispiel der Museen")
2008Fundraising und Marketing für die "Engagement-Card" zur Förderung freiwilligen, bürgerschaftlichen Engagements in Bielefeld
2001Telefoninterviewerin in dt. & engl. Sprache am EuropeanDataCollectionCenterBV Amsterdam (NL)
1994 - 1995Mitarbeit in der Feldstudienorganisation des Emnid Instituts für Markt und Meinungsforschung in Bielefeld

Ausgangspunkt meines Interesses an Kultur war mein Studienschwerpunkt der Management- und Organisationssoziologie. Zu dieser Zeit war die Kombination von Kultur und Management noch weit weniger selbstverständlich; erst seit Ende der 1990iger Jahre wird beides im Studiengang Kulturmanagement zusammengebracht. Mich beschäftigte die Frage, wie Unternehmen Kunst beobachten, wenn sie über Kunstförderengagements entscheiden.

Projekte | Praktika

2015Projektleitung sowie Mitarbeit an diversen qualitativen und quantitativen Marktforschungsstudien
2013Mitarbeit (als Angestellte von)
Symbios Funding & Consulting GmbH
an PASS (Personalisierte Assistenz und Services für Mobilität in hohem Alter) im Auftrag der Fraport AG
2007Weiterbildungen: Teilnahme an der Summer School der GESIS zu "Methodik der Historischen Sozialforschung: Multivariate Abhängigkeitsanalyse" (Köln) und Herbstakademie für Promovierende "Communicating with audiences" (Duisburg)
2006Lehrauftrag an der Universität Duisburg-Essen "Organisation und Publikum: das Beispiel der Museen"
2004 - 2005Erhebung und Auswertung einer Besucherstudie sowie Evaluation einer neuen Ausstellungsteils am Historischen Museum am Hohen Ufer Hannover
2004Werkvertrag am Kulturwissenschaftlichen Institut (KWI) Essen zur Durchführung einer Besuchererhebung am Jüdischen Museum Berlin
2002Praktikum in der Volkswagen art foundation, Team Kulturkommunikation, Volkswagen AG Wolfsburg
2002Praktikum in der Kunstsammlung der Deutschen Bank AG, Frankfurt/Main

Denn mich faszinierte und motivierte ein theoretischer Gegensatz: Organisationen lassen sich so beschreiben, dass sie Ambivalenz, Kontingenz und Unsicherheit zugunsten klarer Entscheidungen reduzieren. Die Ambiguität von Kunst und Kultur wirkt gegenteilig: Sie eröffnet Spielräume, setzt Unterschiede, konfrontiert mit Mehrdeutigkeit. So vervielfältigen sich Perspektiven auf das Hier, Jetzt und Heute; subjektiv abweichende Sichtweisen, Innovation und Kreativität werden befördert. 

So versorgen Kunst und Kultur eine Gegenwart mit Differenzerlebnissen. Die Aufgabe der Kulturevaluation ist es, diese Erlebnisvielfalt zugunsten des Kulturmanagements in rational behandelbare Informationen und Entscheidungsvorlagen zu verwandeln.

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"Die Offenheit im Sinne einer fundamentalen Ambiguität der künstlerischen Botschaft (ist) eine Konstante jedes Werkes aus jeder Zeit (...) In diesem Sinne (...)  ist ein Kunstwerk, eine (...) geschlos- ssene Form, doch auch offen, kann auf tausend verschiedene Arten interpretiert werden, ohne daß seine irreproduzible Einmaligkeit davon angetastet würde. Jede Rezeption ist so eine Interpretation und eine Realisation, da bei jeder Rezeption das Werk in einer originellen Perspektive neu auflebt." 
(Eco, Das offene Kunstwerk, 
1977: 11ff)