Philosophie

Die Orientierung am Besucher wird mittlerweile in immer mehr Museen und Kultureinrichtungen großgeschrieben. Der Besucher gilt vielen Museen endlich als Gast und der Besucherforscher befindet sich in der Rolle des dem Gast gewogenen Advokaten und ist Fürsprecher für dessen Anliegen. 

Das Anliegen einer Evaluation ist es nicht, Kritik an Kultureinrichtungen und -angeboten hervorzubringen. Sie dient gerade zur Vorsorge und als Grundlage einer Selbstkritik und -korrektur, bevor die Besucher „mit den Füßen abstimmen“ und fernbleiben. Nicht alle Freizeitangebote können gleichermaßen Zuspruch finden. 

Evaluationen werden demnach durchgeführt, um a) das eigene Angebot „mit den Augen der Besucher“ sehen zu lernen, um b) das eigene Image in der Öffentlichkeit und eventuell vorliegende Verbesserungspotentiale zu erkennen und c) die Reichweite und Ausrichtung des eigenen Marketings zu verbessern und an systematisch generierten, verlässlichen Informationen auszurichten.

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„Ask a museum professional to describe a museum, and most likely he or she will describe the collections, the educational programs, or the institutional history. Ask the visitor, and likely as not he will mention any of these. Instead, visitors will say: ‚It's a nice place to take children to show them their heritage,’ or ‚The museum is a wonderful place to take out-of-town visitors. It's interesting, inexpensive, and fills up a day,’ or ‚The museum is a quiet place where I can escape from the work-a-day world.’”

(Falk, Dierking, The Museum Experience, 1992: 83).